Fanoe

Die 7a lebte die Tradition unserer Kooperation als Wattenmeerschule weiter. So konnte die Projektfahrt nach Fanö als erste gemeinsame längere Fahrt gestartet. Nachdem in den letzten eineinhalb Jahren aufgrund von Corona die Klassenfahrten verschoben werden mussten, war es Ende Mai endlich so weit. Gestartet wurde am Burger Bahnhof. Mit der Bahn ging es über die dänische Grenze nach Esbjerg und von dort mit der Fähre zur Insel Fanö. Es muss einmal erwähnt werden, dass sowohl die Hinfahrt- als auch die Rückfahrt problemlos von statten gingen und alle Anzugszüge, Busse oder Fähren problemlos erreicht werden konnten.

Vor Ort hatten wir dann unser Selbstversorgungshaus und wir waren komplett für uns. Jedes Zimmer war für einen Tag für die Mahlzeiten zuständig, so dass jeder auch Erfahrungen in der Küche für eine größere Gruppe sammeln konnte. Am ersten Tag haben wir am Strand die ersten Bunker erkundet. Während auf der Hinfahrt noch mäßiges Wetter war, schlug dieses am Abend in Sonnenschein um – beste Voraussetzung. Am nächsten Tag ging es dann mit den gemieteten Fahrrädern nach Sonderho, wo uns unser Kooperationspartner Marco Brodde erwartete. Originell verpackte er die Geschichte Sonderhos mit einer Erkundungstour auf dem Friedhof und mit selbständigem Malen an drei verschiedenen Orten. Im Kunstmuseum fügte er dann die Puzzleteile zusammen. Das in diesem beschaulichen Örtchen mal die zweitgrößte Handelsflotte Dänemarks beheimatet war, ist immer noch unglaublich. Toller Einblick in die Arbeit mit Touristen. Der Rückweg mit dem Fahrrad und das lecker selbst gekochte Abendessen rundete den Tag ab.

Auch am Mittwoch erkundeten wir die Insel mit dem Fahrrad. Neben den unzähligen Stopps bei den Bunkeranlagen des ehemaligen Atlantikwalls, war die ehemalige Vogelkoje ein Ziel. Hier konnte man noch relativ gut erkennen, wie hier der Vogelzug zum Fangen von Wildenten genutzt wurde. Zusammenhänge zwischen Vogelzug, Fleischproduktion und Fleischkonsum konnten hier hervorragend erläutert werden. Weiter ging es mit dem Fahrrad zum privat angelegten Erlebnisspielplatz und zum höchsten Punkt Fanös.

Am nächsten Tag musste die geplante Wattwanderung leider ausfallen, somit auch das Sichten von Seehunden. Regen und Sturm waren angesagt, sodass wir wieder nach Esbjerg mit der Fähre übersetzten und am Wahrzeichen Esbjergs, den Wasserturm, die Geschichte Esbjergs verdeutlichten. Nach einer selbständigen Tour durch Esbjergs ging es wieder nach Fanö, wo noch die Rückgabe der Fahrräder und eine längere Wanderung anstanden. Nach diesem langen Tag konnten wir uns bei Pizza wieder stärken.

Am letzten Morgen stand für die nun doch recht müden Schülerinnen und Schüler neben dem Frühstück noch das Aufräumen an. Wie oben schon erwähnt kamen alle pünktlich in Burg an.

Fanö ist eine Projektfahrt wert. Vielen Dank auch an den Jugendkompass Dithmarschen und an unseren dänischen Kooperationspartner.

2019

Im Rahmen unserer Kooperation mit der Schutzstation Wattenmeer hatte sich die Klasse 8a im September zusammen mit Frau Jaworski, Herrn Huuk und Herrn Waller (als Seniorcoach) auf den Weg nach Dänemark gemacht. Die Insel Fanoe liegt kapp nördlich der Insel Sylt im Wattenmeer. Ursprünglich war die Insel eine Walfanginsel, deren heutige Haupteinnahmen durch Offshore-Windparks erbracht werden. Diese und noch viele weitere Informationen zur Inselgeschichte, -Kunst und –Kultur erfuhren die Schülerinnen und Schüler aktiv und handlungsorientiert u.a. bei einer Fahrradtour zu einer „Vogelkoje“, einer Führung mit einem Insulaner durch Watt, Dünen und Museen sowie der eigenständigen Erkundung der Bunker aus der Besetzungszeit des 2. Weltkrieges. Zusätzlich zum Lernen am anderen Ort gehörte auch die Selbstversorgung in dem urigen Ferienhaus. Es wurde gemeinsam eingekauft und gekocht. Nach dem Essen wurde es zum täglichen Programm, den Abend bei gemeinsamen Spielerunden in gemütlicher Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Fanoe 2019, 8a